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2021
6. August 2021

Le-Mans-Sieger Neel Jani startet am Bergrennen

Prominenter Fahrer am Bergrennen Oberhallau. Der Schweizer und Gewinner des legendären 24-Stundenrennens von Le Mans (F), Neel Jani, startet dieses Jahr in einem Prototypen-Rennwagen beim beliebten Rennen durch die Klettgauer Rebberge. Dieses einzigartige Spektakel findet voraussichtlich vor Zuschauern statt.

 

Das Bergrennen Oberhallau kann sich dieses Jahr über 200 Anmeldungen freuen. In Anbetracht der Umstände mit der Corona-Pandemie ist das bei maximal 250 Startplätzen eine sensationelle Beteiligung. Ebenso herausragend ist die internationale Teilnahme. Da das Bergrennen Oberhallau auch dieses Jahr als offizieller Rennlauf des Deutschen KW-Bergcup zählt, starten mehrere Fahrer aus Deutschland und Österreich zur Zeitenjagd durch die Rebberge. Darunter findet sich auch der deutsche Fanliebling Holger Hovemann, mit seinem Opel Kadett C. Der liebevoll nur der „Dicke“ genannte Rennwagen wird von einem 5,7-Liter-V8-Motor angetrieben.

 

Auch mehrere Aushängeschilder des Schweizer Motorsports geben sich in Oberhallau die Ehre. Marcel Steiner startet mit einem neuen Turbo-Motor von Honda. Alexander Hin und Simon Hugentobler fordern ihn mit ihren Osella PA30. Weiter starten Thomas Zürcher und Joel Burgermeister mit neuen Formel-4- sowie Markus Bosshard mit einem neuen Formel-3-Boliden, die sie via Jenzer Motorsport erhalten haben. Schliesslich jagen Robin Faustini, Thomas Amweg und Bernd Simon mit Formel-3000-Rennern durch die Klettgauer Rebberge. Was den Verein Bergrennen Oberhallau (VBO) aber besonders freut, ist die Teilnahme von sechs Lokalmatadoren. Jürg Ochsner sowie Michel Bonsera (beide Oberhallau), Vanessa Zenklusen (Hallau), Patrick Hedinger (Wilchingen), Andi Külling (Trasadingen) und Florian Feustel (Neunkirch) starten bei ihrem Heimrennen.

 

Das internationale Sahnehäubchen im sowieso schon renommierten Starterfeld ist Neel Jani. Der 37-jährige Schweizer Porsche-Werksfahrer hat 2016 das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans (F) gewonnen. Von 2003 bis 2006 war er zudem Test- und Ersatzfahrer in der Formel 1. Sein Start ist ebenso einzigartig wie sein Rennwagen: In Oberhallau fährt Jani ein LMP3-Rennfahrzeug (Le Mans Prototyp) in einer neuen, eigenen Kategorie. Es handelt sich um einen Pilotversuch von Horag Racing, bei dem die Rennwagen nicht mit Benzin laufen, das aus Erdöl gewonnen wurde, sondern mit künstlichem Treibstoff, welcher im Labor mit Hilfe von erneuerbaren Energien (Wasser, Wind, Solar) entstanden ist. Diese sogenannten E-Fuels sind CO2-neutral und könnten künftig eine umweltfreundliche Alternative zu klassischen, fossilen Treibstoffen sein – nicht nur im Motorsport, sondern auch für normale Autos sowie in der Schiff- und Luftfahrt.

 

Lokalmatadoren, neue Technologien und internationale Beteiligung! Doch was wäre das alles ohne Zuschauer? Die die 200 angemeldeten Fahrer können ihr Können voraussichtlich auch dieses Jahr vor begeisterten Fans zeigen, die wie immer im Startbereich und der Tarzankurve jubeln können. Es steht noch die Bewilligung des Schutzkonzeptes aus. Dieses sieht vor, dass ausnahmslos von Freitag- bis Sonntagabend alle nur mit einem gültigen Corona-Zertifikat Zutritt an die Rennstrecke, inklusive Dorf und Tarzankurve, erhalten. Sprich, nach der 3G-Regel müssen alle entweder geimpft, getestet oder genesen sein. Das gilt für Fahrer und Begleitung, Funktionäre, Helfer und Zuschauer. Weiter ist die Zuschauerzahl aufgrund der aktuellen Regeln übers ganze Wochenende begrenzt. Der Ticketverkauf findet ausschliesslich Online über unsere Internetseite www.bergrennen-oberhallau.ch statt. Der Onlineverkauf startet voraussichtlich in Kalenderwoche 33, welche am 16. August beginnt.

 

Mit diesen Massnahmen ist der Verein Bergrennen Oberhallau zuversichtlich, ein einzigartiges Rennen für Zuschauer und Fahrer organisieren zu können und gleichzeitig die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmer zu gewährleisten. Das Bergrennen Oberhallau findet am Wochenende vom 28. und 29. August 2021 statt unter dem Motto: «Mitenand und fürenand im Klettgau!»

30. April 2021

Bergrennen macht Hoffnung

Alle Sommerveranstaltungen werden nach und nach abgesagt. Alle Veranstaltungen? Nein! Ein kleines Dorf am Rand der Schweiz gibt sich nicht so einfach geschlagen. Oberhallau!

 

„Wir wollen das Bergrennen dieses Jahr unbedingt durchführen!“, sagt der optimistische Vereinspräsident Sascha Schlatter. Der unsicheren Ausgangslage zum Trotz arbeitet der Verein Bergrennen Oberhallau (VBO) hinter den Kulissen fieberhaft daran, das beliebte Rennen durch die Klettgauer Rebberge 2021 durchzuführen. „Im äussersten Notfall und falls finanziell machbar ohne Zuschauer“, sagt Schlatter und ergänzt gleich: „Aber wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit es nicht so weit kommt!“

 

Das gesamte Organisationsteam ist voller Herzblut mit den Vorbereitungen beschäftigt. Das verlangt dieses Jahr noch mehr Flexibilität als in der Vergangenheit, da sich der VBO wegen der Corona-Pandemie auf unterschiedliche Szenerien und immer wieder verändernde Rahmenbedingungen einstellen muss. Genau das stimmt das OK jedoch so zuversichtlich, dass das Bergrennen 2021 stattfinden kann. „Wir haben ein hoch motiviertes Team, welches das Unmögliche möglich machen will. Der Spirit erinnert mich an die Anfänge des VBO vor 15 Jahren“, lobt Schlatter sein Team.

 

Die Sicherheit von Helfer, Zuschauer, Fahrern und Teams stand bei der Organisation des Bergrennens schon immer an erster Stelle. Jetzt kommt mit dem Schutz vor Ansteckungen ein Risiko mehr dazu, welches der VBO in seine Überlegungen und Sicherheitskonzepte miteinbezieht. Gerade wegen der Erfahrung in Sicherheitsbelangen sind die Organisatoren überzeugt mit einem passenden Schutzkonzept, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden von Bund und Kanton, die kommenden Vorgaben zu erfüllen. Wie die Schutzmassnahmen aussehen können, lässt sich aktuell wegen der ständig ändernden Rahmenbedingungen noch nicht sagen, diese werden aber zu gegebenem Zeitpunkt kommuniziert.

 

Aber gerade die aktuelle Unsicherheit stimmt den VBO auch zuversichtlich. „Die Lage ändert sich zwar schnell, aber eben auch schnell zum Guten. Deshalb sind wir felsenfest davon überzeugt, dass wir das Rennen Ende August durchführen können!“, sagt Schlatter. „Wir wollen damit auch ein Zeichen der Hoffnung setzen und der Schaffhauser Bevölkerung sowie der ganzen Rennsport-Familie, die uns jahrelang unterstützt hat, etwas zurückgeben!“ Mit dem Bergrennen Oberhallau sollen die Menschen etwas haben, auf das sie sich diesen Sommer freuen können.

 

Am Wochenende vom 28. und 29. August 2021 gilt deshalb: «Mitnand und fürenand im Klettgau!»

2019
15. August 2019

Bereit für den Spitzenkampf

Sorry, wir sind ausgebucht!

 

Am Bergrennen Oberhallau gibt es dieses Jahr keinen Platz mehr. Aber das ist eine gute Nachricht für unsere Besucher! Denn für sie gibt es noch mehr als genug Platz beim Start oder in der legendären Tarzankurve. Von dieser aus können die Zuschauer fast die gesamte Rennstrecke überblicken – und es wird ihnen einiges geboten! Mit 250 angemeldeten Fahrern ist das kleine Weinbaudorf Oberhallau voll und das Starterfeld bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch dieses Jahr gehört die heisse Zeitenjagd durch die Klettgauer Weinberge zur Schweizer Bergmeisterschaft. Dazu ist es auch ein offizieller Lauf des hartumkämpften deutschen KW Berg-Cups.

 

Für den sechsten und gleichzeitig drittletzten Lauf der Saison haben sich alle Titelanwärter eingeschrieben – bei den Rennsportwagen wie auch den Tourenwagen. Bisher konnte Eric Berguerand (Lola FA99) jedes Bergrennen dieser Saison für sich entscheiden. Die Formel-1-Teile von Force India funktionieren bestens am Boliden des Mannes aus Charrat. Damit scheint die Titelverteidigung für Marcel Steiner (LobArt LA01) zu einer „Mission Impossible“ zu werden. Doch da der Oberdiessenbacher in jedem Rennen Zweiter wurde, bleibt er in Schlagdistanz zu Berguerand, was die Ausgangslage für den 6. von 8 Läufen in Oberhallau nur umso spannender macht. Dahinter lauert Joël Volluz (Osella FA30) auf seine Chance.

 

Bei den Tourenwagen trennen die beiden Meisterschaftsführenden Andy Feigenwinter (Lotus Exige) und Roger Schnellmann (Mitsubishi Lancer Evo VIII) nur vier mickrige Punkte. Da kann sich die Reihenfolge schnell ändern, vor allem wenn der Drittplatzierte Joe Halter (Mitsubishi Lancer Evo) mal dazwischen fährt. Allerdings werden in Oberhallau alle Augen auf den Viertplatzierten der Meisterschaft gerichtet sein: Lokalmatador Jürg „Sugi“ Ochsner liegt auf seinem Opel Kadett C nur drei Punkte hinter Halter. Hätte er beim letzten Rennen in Anzère nicht nur vier Punkte geholt, würde er sogar vom dritten Platz grüssen.

 

Neben dem eigentlichen Renngeschehen ist das Bergrennen Oberhallau aber auch ein Dorffest für die ganze Familie. Wie die Herbstfester in den anderen Klettgauer Gemeinden steht die Bevölkerung zusammen, um den Besuchern ein unvergessliches Wochenende zu berieten. So warten verschiedene Verpflegungsstände mit einheimischem Fleisch sowie Wein auf die Besucher und eine Hüpfburg bietet auch den Kleinen actionreiche Unterhaltung. Ein besonderer Höhepunkt ist auch dieses Jahr wieder das traditionelle Seifenkistenrennen der Schüler von Oberhallau vom Sonntag. Für weitere Unterhaltung sorgen Renntaxi-Fahrten oder Helikopterrundflüge. Aber das beste Rahmenprogramm bietet das Dorf selber, in welchem die Fahrer ihre Autos in den Garagen der Einwohner vorbereiten und geduldig alle Fragen der Besucher beantworten. Wenn der Oberhallauer Berg ruft wird Rennsport zum Familienfest.

 

Hier der Bericht als PDF: Medienmitteilung20190806Startfeld