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2021
30. April 2021

Bergrennen macht Hoffnung

Alle Sommerveranstaltungen werden nach und nach abgesagt. Alle Veranstaltungen? Nein! Ein kleines Dorf am Rand der Schweiz gibt sich nicht so einfach geschlagen. Oberhallau!

 

„Wir wollen das Bergrennen dieses Jahr unbedingt durchführen!“, sagt der optimistische Vereinspräsident Sascha Schlatter. Der unsicheren Ausgangslage zum Trotz arbeitet der Verein Bergrennen Oberhallau (VBO) hinter den Kulissen fieberhaft daran, das beliebte Rennen durch die Klettgauer Rebberge 2021 durchzuführen. „Im äussersten Notfall und falls finanziell machbar ohne Zuschauer“, sagt Schlatter und ergänzt gleich: „Aber wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit es nicht so weit kommt!“

 

Das gesamte Organisationsteam ist voller Herzblut mit den Vorbereitungen beschäftigt. Das verlangt dieses Jahr noch mehr Flexibilität als in der Vergangenheit, da sich der VBO wegen der Corona-Pandemie auf unterschiedliche Szenerien und immer wieder verändernde Rahmenbedingungen einstellen muss. Genau das stimmt das OK jedoch so zuversichtlich, dass das Bergrennen 2021 stattfinden kann. „Wir haben ein hoch motiviertes Team, welches das Unmögliche möglich machen will. Der Spirit erinnert mich an die Anfänge des VBO vor 15 Jahren“, lobt Schlatter sein Team.

 

Die Sicherheit von Helfer, Zuschauer, Fahrern und Teams stand bei der Organisation des Bergrennens schon immer an erster Stelle. Jetzt kommt mit dem Schutz vor Ansteckungen ein Risiko mehr dazu, welches der VBO in seine Überlegungen und Sicherheitskonzepte miteinbezieht. Gerade wegen der Erfahrung in Sicherheitsbelangen sind die Organisatoren überzeugt mit einem passenden Schutzkonzept, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden von Bund und Kanton, die kommenden Vorgaben zu erfüllen. Wie die Schutzmassnahmen aussehen können, lässt sich aktuell wegen der ständig ändernden Rahmenbedingungen noch nicht sagen, diese werden aber zu gegebenem Zeitpunkt kommuniziert.

 

Aber gerade die aktuelle Unsicherheit stimmt den VBO auch zuversichtlich. „Die Lage ändert sich zwar schnell, aber eben auch schnell zum Guten. Deshalb sind wir felsenfest davon überzeugt, dass wir das Rennen Ende August durchführen können!“, sagt Schlatter. „Wir wollen damit auch ein Zeichen der Hoffnung setzen und der Schaffhauser Bevölkerung sowie der ganzen Rennsport-Familie, die uns jahrelang unterstützt hat, etwas zurückgeben!“ Mit dem Bergrennen Oberhallau sollen die Menschen etwas haben, auf das sie sich diesen Sommer freuen können.

 

Am Wochenende vom 28. und 29. August 2021 gilt deshalb: «Mitnand und fürenand im Klettgau!»

2019
15. August 2019

Bereit für den Spitzenkampf

Sorry, wir sind ausgebucht!

 

Am Bergrennen Oberhallau gibt es dieses Jahr keinen Platz mehr. Aber das ist eine gute Nachricht für unsere Besucher! Denn für sie gibt es noch mehr als genug Platz beim Start oder in der legendären Tarzankurve. Von dieser aus können die Zuschauer fast die gesamte Rennstrecke überblicken – und es wird ihnen einiges geboten! Mit 250 angemeldeten Fahrern ist das kleine Weinbaudorf Oberhallau voll und das Starterfeld bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch dieses Jahr gehört die heisse Zeitenjagd durch die Klettgauer Weinberge zur Schweizer Bergmeisterschaft. Dazu ist es auch ein offizieller Lauf des hartumkämpften deutschen KW Berg-Cups.

 

Für den sechsten und gleichzeitig drittletzten Lauf der Saison haben sich alle Titelanwärter eingeschrieben – bei den Rennsportwagen wie auch den Tourenwagen. Bisher konnte Eric Berguerand (Lola FA99) jedes Bergrennen dieser Saison für sich entscheiden. Die Formel-1-Teile von Force India funktionieren bestens am Boliden des Mannes aus Charrat. Damit scheint die Titelverteidigung für Marcel Steiner (LobArt LA01) zu einer „Mission Impossible“ zu werden. Doch da der Oberdiessenbacher in jedem Rennen Zweiter wurde, bleibt er in Schlagdistanz zu Berguerand, was die Ausgangslage für den 6. von 8 Läufen in Oberhallau nur umso spannender macht. Dahinter lauert Joël Volluz (Osella FA30) auf seine Chance.

 

Bei den Tourenwagen trennen die beiden Meisterschaftsführenden Andy Feigenwinter (Lotus Exige) und Roger Schnellmann (Mitsubishi Lancer Evo VIII) nur vier mickrige Punkte. Da kann sich die Reihenfolge schnell ändern, vor allem wenn der Drittplatzierte Joe Halter (Mitsubishi Lancer Evo) mal dazwischen fährt. Allerdings werden in Oberhallau alle Augen auf den Viertplatzierten der Meisterschaft gerichtet sein: Lokalmatador Jürg „Sugi“ Ochsner liegt auf seinem Opel Kadett C nur drei Punkte hinter Halter. Hätte er beim letzten Rennen in Anzère nicht nur vier Punkte geholt, würde er sogar vom dritten Platz grüssen.

 

Neben dem eigentlichen Renngeschehen ist das Bergrennen Oberhallau aber auch ein Dorffest für die ganze Familie. Wie die Herbstfester in den anderen Klettgauer Gemeinden steht die Bevölkerung zusammen, um den Besuchern ein unvergessliches Wochenende zu berieten. So warten verschiedene Verpflegungsstände mit einheimischem Fleisch sowie Wein auf die Besucher und eine Hüpfburg bietet auch den Kleinen actionreiche Unterhaltung. Ein besonderer Höhepunkt ist auch dieses Jahr wieder das traditionelle Seifenkistenrennen der Schüler von Oberhallau vom Sonntag. Für weitere Unterhaltung sorgen Renntaxi-Fahrten oder Helikopterrundflüge. Aber das beste Rahmenprogramm bietet das Dorf selber, in welchem die Fahrer ihre Autos in den Garagen der Einwohner vorbereiten und geduldig alle Fragen der Besucher beantworten. Wenn der Oberhallauer Berg ruft wird Rennsport zum Familienfest.

 

Hier der Bericht als PDF: Medienmitteilung20190806Startfeld